Herzlich Willkommen

bei der Großelternakademie

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Gelassenheit, Respekt, Orientierung, Sicherheit, Sehnsucht, Essen, Liebe, Trösten, Erfahrung, Ruhe, Nähe – das Anforderungsprofil für den Job als Großmutter oder Großvater.

Wie Sie als Großeltern goldwert und einzigartig werden? Wir sagen es Ihnen.

 

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Nr. 8 Großeltern dürfen…

… darauf bestehen, dass in ihren vier Wänden Ordnung herrscht.

Ein heikles Thema, das Kompromissbereitschaft und Toleranz auf beiden Seiten erfordert. Machen wir Großeltern unsere Wohnungen oder Häuser zu sterilen Zonen, die Schaufenstern gleichen oder Katalogwohnungen, könnte Einsamkeit der Preis für unsere Perfektion sein.
Die andere Seite wäre: Klebrige Tapeten, zerschrammte Tischplatten, durcheinandergebrachte Schubladen und Magenschmerzen vor Ärger. Ist das der Preis für Enkelliebe?
Nein, das ist er nicht!
Zugegeben, das ist ein heikles Thema, inwieweit wir den »Forscherdrang« unserer Enkelkinder tolerieren. Manch unerzogenes kleines Kind hat seine Oma oder den Opa schon an den Rand des Erträglichen gebracht und völlig hilflos zurückgelassen, denn die Frage ist doch: Wenn ich den Enkeln verbiete, über Couch und Sessel zu turnen und das Müsli in der Küche zu verteilen, beleidige ich eventuell die Eltern. Und sind die erstmal sauer, könnte das Funkstille zur Folge haben. Dabei lieben Sie doch Ihre Enkel sehr, nur eben …

Reden Sie mit Ihren Kindern darüber. Reden bedeutet nicht, Sie regen sich auf oder machen den Kindern Vorwürfe. Ein Gespräch ist eine Abwägung der Gegebenheiten.
Jedoch, wenn alles verboten ist: Sich bewegen, sich anlehnen, Spritzer im Waschbecken machen, Fernsehen schauen, sich ein Getränk nehmen oder Essen, ein Buch aus dem Regal usw., sollten Sie sich nicht wundern, wenn Sie niemand besucht.

Ausführlicher finden Sie dazu alles in unserm Ratgeber »Typisch Oma, typisch Opa?!« – Wir Großeltern von heute, 396 Seiten, ISBN 9783749471973.

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Großelternbrief Nr. 41

Ich kann keine Weisheit erlangen, ohne das Leben zu leben. (Dorothy Mc Call)

Liebe Großeltern,
die Welt hat genug Theoretiker hervorgebracht, auf jedem Fachgebiet übrigens. Am krassesten kommt das in der Politik zum Ausdruck. Beispielsweise, wenn sich Sozialpolitiker zu sozialen Themen des Alltags äußern klingt das manchmal, als spräche ein Blinder von der Farbe. Aber nicht nur Politiker theoretisieren gerne. Großeltern tun das auch. Das nennt man dann Besserwisserei und die kommt gar nicht gut an. Sogar Enkel, die noch Kindergartenkinder sind merken, ob Opas Ratschlag ein weiser ist oder nur Kakofonie.
Dabei kommt es überhaupt nicht darauf an, ob wir für alles eine Lösung wissen. Es gibt nämlich nicht immer die Lösung oder überhaupt eine Lösung. Oft reicht es schon, wenn wir anwesend sind, zuhören, dem Kind über den Kopf streichen oder es fest in den Arm nehmen. Denn wir können nicht wirklich nachempfinden, was es bedeutet, wenn der lange Kerl aus der Oberstufe nur darauf lauert, den Kleinen zu verdreschen. Da nützen auch kluge Ratschläge wenig. (Natürlich sollten Eltern in solchem Fall eingeschaltet werden.) Aber platte Worte sind fehl am Platze, wenn die Kinder mit solchen oder ähnlichen Problemen kommen.
Unsere Enkel ernst zu nehmen in ihrem Kummer, wäre mal ein erster Schritt. Ihnen zuzugestehen, dass es nicht leicht ist, manchen Konflikt zu lösen oder den ersten Liebeskummer zu überstehen, ein zweiter. Trösten, ermutigen kann aber nur, wer selber die Tiefen von Kummer kennt und wer für sich Mechanismen gefunden hat, mit Probleme und Kummer fertig zu werden. Ein »wird schon«, damit ist es nicht getan.
Vielleicht wäre die Frage: »Wie kann ich dir helfen«, die passendere?
Ohne Praxis gibt es keine Theorie. Ohne die richtigen Schlüsse kann ich mein Leben nicht aufarbeiten oder die Erlebnisse verarbeiten. Schlussendlich: Ich kann keine Weisheit erlangen, ohne das Leben zu leben.
Einen entspannten Umgang mit Ihren Enkeln wünschen Ihnen
Marianne und Reinhard Kopp

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Unser erstes Großelternbuch ab sofort erhältlich

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Großelternbrief Nr. 40

Der Einfluss eines guten, hilfreichen und hoffnungsvollen Charakters ist ansteckend und kann eine ganze Stadt verwandeln. (Unbekannt)

Liebe Großeltern,
Ersetzen wir bei diesem Zitat das Wort »Stadt« durch »Familie«, so merken Sie schnell, worauf wir hinaus wollen. Familien brauchen ein Mitglied mit Einfluss. Jemanden, auf den man hört, der weiß, wo es langgeht, der ein gerechtes Urteil sprechen kann, dessen Schlüsse immer klug sind. Jemand, der Fehler eingestehen kann und aus dem eigenen Verhalten die richtigen Schlüsse zu ziehen vermag. Jemand, der nicht so tut, als ob, sondern, der tut, obwohl – vielleicht alle dagegen sind, er sich aber seiner Meinung gewiss ist. Ein Mensch, der es nicht nötig hat, auf der Schleimspur, die andere gelegt haben, zu rutschen. Sondern in der Lage ist, eigene Spuren zu hinterlassen. Jemand, in dessen Fußstapfen zu wandeln, es sich lohnt. So jemand kann eine ganze Familie beeinflussen, Kinder und Kindeskinder.
Nur Vorbild macht Erziehung, dozierende Vorträge haben noch keinen Menschen geändert. Wenn einer aber lebt, was er sagt und nicht nur sagt und nicht lebt, wird sein Einfluss stets größer und der Respekt auch. So zu werden oder zu sein, ist gewiss eine harte Aufgabe. Aber eine, die anzugehen, sich lohnt.
Einen entspannten Umgang mit Ihren Enkeln wünschen Ihnen
Marianne und Reinhard Kopp

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