GroßelternAkademie bei SWR 4

Der SWR hat uns ins Studio Ulm zu einem Interview eingeladen, das heute Nachmittag gesendet wurde.

 

 

 

 

 

Hier könnt Ihr das Interview nachhören:

https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/ulm/Tipps-fuer-Grosseltern-Paar-aus-Illerrieden-hat-Grosselternakademie-gegruendet,grosselternakademie-illerrieden-100.html

 

 

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Prominente Gäste am Stand der GroßelternAkademie

Die GroßelternAkademie ist Mitglied im  Kreisseniorenrat des Alb-Donau-Kreises. Anlässlich des 30. Bestehens fand eine Festveranstaltung in Ehingen an der Donau statt. Wir waren mit einem Stand vertreten, wo wir einige prominente Gäste begrüßen durften, die unsere Arbeit würdigten.

 

 

Den Festvortrag »Generationen im Wandel der Zeit« hielt Franz Müntefering. Er erwähnte dabei auch die Aktivitäten der GroßelternAkademie.

 

 

Hilde Mattheis, Bundestagsabgeordnete, besucht unsern Stand. Frau Mattheis kommt übrigens nicht nur anlässlich von Jubiläen, sie hält regelmäßigen Kontakt zum Kreisseniorenrat.

 

 

Links: Alexander Baumann, Oberbürgermeister von Ehingen. Ehingen war Gastgeberstadt des 30. Kreisseniorentages. Neben ihm steht Josef Barabeisch, der Sozialdezernent des Landratsamtes Alb-Donau-Kreis.

 

 

 

 

 

Marlies Blume, schwäbische Mundartkabarettistin. Frau Blume kam extra vor ihrem Auftritt an unsern Stand, damit wir sie im Kostüm fotografieren konnten. Der Auftritt war sehr gelungen, sie hat wirklich tiefsinnige Lebensweisheiten in heiteren Beiträgen präsentiert. (Allerdings muss man schwäbisch verstehen.)

 

 

 

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Großelternbrief Nr. 35

Zitat: Wenn wir nicht fähig sind, aus der Vergangenheit zu lernen, dann spielen wir mit der Zukunft.

Liebe Großeltern,
Der Klimawandel beschäftigt nicht nur die Politik. Bis in unsern Alltag merken wir die Auswirkungen der Erderwärmung, die Jahreszeiten verschieben sich und die Starkwetterereignisse nehmen zu. Parteien und Vereine mahnen daher ein Umdenken bei unsern Lebensstrukturen an. In Supermärkten und Kaufhäusern gibts keine Plastiktüten mehr, das Wort von der Nachhaltigkeit macht die Runde. Nicht nur für die Eisbären, die wegen der abschmelzenden Pole in ihren Lebensräumen bedroht sind, sondern vor allem für die nachfolgende Generation ist Nachhaltigkeit wichtig. Für unsere Enkelkinder müssen wir die Fehler der Vergangenheit korrigieren.
Wozu nicht nur die Klimaveränderung gehört.
Auch aus unseren eigenen Fehlern dürfen wir lernen und die junge Generation daran teilhaben lassen.
Dazu allerdings müssen wir darüber sprechen. Vielleicht hat Opa sich vor vielen Jahren im Jähzorn dazu hinreißen lassen, in seiner Firma übereilt zu kündigen und ist danach beruflich nie wieder so recht auf die Beine gekommen. Oder er wurde sogar mal straffällig und saß eine Zeitlang im Gefängnis. Oder Oma hat sich als junge Mutter von ihrem Ehemann getrennt und ihre Kinder allein großgezogen. Es wäre für die Enkel gut, wenn sie ihnen davon erzählen könnte. Von ihrem Mut und Versagen, den Schwierigkeiten und was sie daraus gelernt hat. Es geht jedoch nicht nur um Schuld oder Versagen, wenn die Älteren aus der Vergangenheit erzählen. Auch Erfolge dürfen zur Sprache kommen. Wie viel Kraft und Entschlossenheit es brauchte, um die Karriere voranzubringen. Wie Opa es angestellt hat, sich zum Geschäftsführer seiner Firma emporzuarbeiten. Solche Gespräche zeigen der jungen Generation, ob wir Älteren lernfähig waren und sind. Ob wir es wirklich besser gemacht haben, als unsere Eltern und ob wir Ansporn für die Enkel sind, es uns gleichzutun.
Vergangenheit und Großeltern bedeutet für die Enkelgeneration meistens Glorifizierung. Früher war alles besser. Versuchen wir doch einen objektiven Blick auf unsere zurückliegenden Jahre. Nicht mit der Häme jener, die sich verächtlich äußern, dass sie als Kinder noch auf der Straße spielen konnten und ohne Handy auskamen. Das waren die Zeiten, als unsere Eltern noch nicht wussten, dass Plastik Weichmacher enthält, die krebserregend sein können. Sondern mit dem Blick eines Analysten. Was war gut, worauf können wir stolz sein, was hätten wir besser machen können? Jede Zeit hatte und hat ihr für und wider. Welche Schlüsse wir daraus ziehen, dass macht die Bewertung aus.
Einen entspannten Umgang mit Ihren Enkeln
wünschen Ihnen
Marianne und Reinhard Kopp

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Großelternbrief Nr. 34

Zitat: Auch im vornehmsten Stammbaum gibt es hin und wieder Astlöcher. (Werner Mitsch)

Liebe Großeltern,
Mancher Ast wurde nur deshalb vom Stamm entfernt, weil er im Wege war. Er war zwar gesund, trug Blätter und Früchte, jedoch blockierte er den Raum oder die Ästhetik. Übrig blieb nur das Astloch, als stummer Beweis dafür, dass dieser Baum ursprünglich anders gewachsen war. Nachdem wir uns inzwischen der Bedeutung jedes Baumes bewusst geworden sind, entfernen wir Äste nur noch bei zwingenden Gründen. Unser Umweltbewusstsein ist gewachsen und die Sensibilität, was Bäume betrifft, mit.

Unsere Vorfahren kannten die Bedeutung der Bäume als Sinnbild für Wachstum und Ernte. Eine Sippe glich darum einem Baum, dem Stammbaum. Die Alten bildeten die Wurzel oder den Stamm, ihre Nachkommenschaft die Krone. Je weitverzeigter diese Krone war, desto zahlreicher war die Nachkommenschaft. Am liebsten waren natürlich solche Nachkommen, die sich ganz im Sinne der Familie verhielten.
»Baumpflege« ist eine kleine Wissenschaft. Wer sich darin nicht auskennt, kann den Baum verstümmeln. Im schlimmsten Fall geht er sogar ein. Wer einen Baum geschickt beschneidet, freut sich im Herbst über eine gute Ernte. Die Spuren solcher Beschneidung bleiben für immer sichtbar.
Wer in einer Sippe nicht konform ist könnte zu solch einem »Astloch« werden. Totgeschwiegen, Namen, die man nur hinter vorgehaltener Hand erwähnt. Namen, die man in der Familienchronik unterschlägt, weil sich die Träger auf irgendeine Weise nicht richtig verhalten oder verhielten. Vielleicht haben sie Geld verspielt, die falsche Frau, den falschen Mann geheiratet, sind der Familienlinie untreu geworden, machten sich strafbar oder schändeten auf andere Weise die Familienehre.
Oft aber haben sie gar nichts Schlimmes, Spektakuläres oder Verdammenswertes getan, sondern sind einfach nur ihrem eigenen Denken und Wollen gefolgt. Und das reichte, sie auszugrenzen.
Vielleicht sind Sie ja selbst so ein »Astloch«, das ins Abseits gestellt wurde, weil es nicht bereit war, sich in die Familienherde einzureihen.
Manchmal schert ein Kind aus und geht seine eigenen Wege. Was dann tun? Zwingen oder erpressen sind keine akzeptablen Wegen, so nach dem Motto: Solange du die Füße unter meinen Tisch stellst, hast du zu tun, was ich dir sage! Damit stoßen wir solche Kinder auf Abwege. Sollte Ihnen dieser Fehler unterlaufen sein, wäre es an der Zeit, durch ein Gespräch Missverständnisse aus dem Weg zu räumen, damit ein Familienmitglied im Abseits wieder als vollwertig gelten kann, auch wenn es anders lebt als der Rest der Familie.
Ihre Aufgabe, liebe Großeltern ist es außerdem, darauf zu achten, dass keines Ihrer Enkel zum »Astloch« wird.

Einen entspannten Umgang mit Ihren Enkeln
Wünschen Ihnen Marianne und Reinhard Kopp

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